»Die Deutschen sind verrückt nach Natur.« (DIE ZEIT. online)

Natur-Zeitschriften, die Idyllen verkaufen und dabei Realitäten ausblenden, boomen. Fakt ist: In Deutschland ist eine natürliche Umwelt nur noch sehr selten vorhanden. –Wir sprechen  alltäglich über Natur, ohne genau zu wissen, was wir damit meinen. Ziel des Austausches im Bienenhaus ist im Ansatz zu klären: Welche Naturbilder haben unsere westliche Gesellschaft seit der Antike maßgeblich geprägt? Wie sieht unser aktuelles Naturverständnis aus? Was ist eigentlich Natur? Sind Kunst und Kultur Gegenbegriffe? Welche Natur wollen wir?

Der einleitende Vortrag von Doris Post (Philosophie bewegt) gliedert sich in zwei Teile:


Im ersten Teil steht das Naturverständnis, das wir Jean Jacques Rousseau (1712–1778) verdanken, im Mittelpunkt. Er wendet sich gegen „Naturvergessenheit“. Als Kulturrevolutionär, Pädagoge und Philosoph plädiert er für Natur als Erfahrungsraum und ein Recht auf Leben in Einklang mit der eigenen Natur. An ihm lässt sich auch studieren, wie eng Naturverständnis und Menschenbild zusammenhängen und sich auf individuellen Verbundenheits- und Resonanzerfahrungen gründen [beispielhaft dafür: „Die Träumereien eines einsamen Spaziergängers: Fünfter Spaziergang”].
In einem Vergleich sollen im zweiten Teil ausgewählte alternative Naturbilder des 21.Jh. skizziert und bezogen auf ihre Konsequenzen für uns und nachfolgende Generationen bedacht werden.

Das Bienenhaus ist ein besonderer Ort, wo Natur wieder stärker erlebbar ist.
Er lädt auch ein, wieder mehr fundiert über Natur gemeinsam nachzudenken und zu reden.

In der »Matinee«  am Sonntag, den  19. Mai 2019, 11– 13 Uhr lässt sich beides gut verbinden. Bei Tee, Kaffee und Croissants und möglichem anschließenden Wald-Spaziergang eröffnen sich neue Perspektiven.
Beitrag: 12/7€

Anmeldung gerne per Mail: dorispost@me.com