Bücher über Bienen haben Konjunktur. „Winterbienen“ heißt ein Roman aus der Feder von Norbert Scheuer, in dem dramatische Ereignisse gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mit naturkundlichen Betrachtungen verknüpft werden. Das Tagebuch eines hochgebildeten Hobby-Imkers, den man sicherlich einen Sonderling wird nennen dürfen, gibt Einblick in einen Fall von Fluchthilfe an der Grenze zum von Nazideutschland überfallenen und besetzten Belgien.

Mit Sachverstand und List war es im Sommer 1943 noch gelungen, ein kleines jüdisches Mädchen in einem extra dafür gefertigten Bienenstock außer Landes zu bringen. Ein ganzes Volk Bienen half dabei mit, gegen die Verbrechen der Völkischen vorzugehen. Im Jahr 1944 hat sich die Lage verändert, Bomber der Alliierten brummen bereits über der Eifel. Was kann gewagt werden? Welche Bedeutung bekommen die „Winterbienen“?

„Vielleicht besitze ich die Bienen gar nicht, sondern die Bienen besitzen mich“, lesen wir als Reflexion vom 14. Januar 1944. Philosophie kommt also auch nicht zu kurz, wenn der Autor am 6. März 2020 ab 19.30 Uhr in der Alten Synagoge in Stadthagen aus seinem Werk liest, mit dem er es 2019 auf die Short List zum Deutschen Buchpreis gebracht hat. Inzwischen schmückt der Wilhelm Raabe Preis sein Heim in NRW. (VHS)

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem „Verein Ehemalige Synagoge Stadthagen“ statt.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden die beiden Veranstalter dazu ermutigen, auch in Zukunft Aktivitäten dieser Art zu wagen.

Veranstaltungsort:

Ehemalige Synagoge in Stadthagen, Niedernstraße 19A - Einlass ab 19.00 Uhr

Stadthagen Ehemalige Synagoge e.V.

Ort: Ehemalige Synagoge in Stadthagen